Wie bereits in früheren Ausgaben des Politgeflüsters erörtert, kämpft die ÖVP kontinuierlich für ein wichtiges Meilensteinprojekt der Region – den dreispurigen Ausbau der A9. Nach langem Zuwarten auf die Studie der Technischen Universität Graz wurde bestätigt: die dritte Spur ist alternativlos.
Als im November 2021 die Entscheidung von Frau Bundesministerin Gewessler bekannt wurde, den dreispurigen Ausbau der A9 zu stoppen, war offensichtlich, dass unsere Region deutlich unter den negativen Konsequenzen leiden würde. Die Bewohner müssten ohne dem Ausbau weiterhin die Überlastung der A9 ertragen als auch die Unternehmer, welche aufgrund des geplanten Ausbaus Investitionen getätigt haben – und damit auch Arbeitsplätze geschaffen haben! Die Abgeordneten der Volkspartei haben nicht aufgegeben und weiter gekämpft! Dank der Unterstützung der steirischen Landesregierung konnte eine Studie initiiert werden, um Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen. Die Technische Universität Graz hat als Auftragnehmer die Studie durchgeführt und die Unvermeidlichkeit des Ausbaus bestätigt. Die A9 ist eine vitale Verkehrsader, die seit Jahrzehnten ständig verstopft ist. Die Unfallzahlen steigen, da es an Sicherheit fehlt.
© Julia Haslebner
Erst im August haben Nationalratsabgeordnete Joachim Schnabel und Ernst Gödl, als auch Landtagsabgeordneter Gerald Holler gemeinsam eine Pressekonferenz abgehalten, bei welcher diese mehr Tempo von Ministerin Gewessler gefordert haben.
Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass die Belastung der Pyhrnautobahn in den letzten Jahren um 60% angestiegen ist. 2022 wurde festgestellt, dass innerhalb von 24 Stunden 78.600 PKW die A9 befuhren, was einer Auslastung von 103% entspricht. Angesichts der prognostizierten Zunahme der Einwohnerzahl und der Arbeitsplätze in unserem Bezirk in den kommenden Jahren ist mit einer weiteren Belastung zu rechnen. Allein im Planungsgebiet prognostiziert die Studie bis 2040 eine Zunahme der Einwohnerzahl um 12,3% und der Arbeitsplätze um 7,4%.
Diese positive Entwicklung erfordert natürlich eine adäquate Infrastruktur. Selbst mit einer Verbesserung des öffentlichen Verkehrs wird ein Ausbau der A9 unvermeidlich sein, denn bereits jetzt ist die A9 zu 103% ausgelastet. Dies überlastet auch das Landesstraßennetz und erhöht das Risiko für Anwohner. Auch wenn der Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine Notwendigkeit ist, bleibt der dreispurige Ausbau der A9 laut Studie unvermeidlich. Trotz Verbesserungen im öffentlichen Verkehr, wie dem Ausbau von Bahnen und Trams in Graz, würde ohne der Dritten Spur die Überlastung fortbestehen.
Sollte, wie erwartet, das Verkehrsaufkommen durch Schwerverkehr weiter zunehmen, würde der PKW-Verkehr an den Kapazitätsgrenzen noch stärker stagnieren. Auch wenn temporäre Maßnahmen die Verkehrssituation etwas entspannen können, wird die Belastung laut Studie wieder ansteigen. Öffentlicher Verkehr und die A9 sollten nicht als Konkurrenten betrachtet werden, denn die Attraktivität der Region bleibt hiervon unberührt.
Im Szenarienvergleich für 2040 wird deutlich, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der dreispurige Ausbau der Pyhrn Autobahn nicht in Wettbewerb zueinander stehen. Ohne dreispurigen Ausbau und mit Fokus auf den öffentlichen Verkehr würden laut Studie 77.100 Autos/24h die A9 befahren, fast genauso viele wie 2022. Mit der dritten Spur würde sich das Verkehrsaufkommen auf 94.100/24h erhöhen, wobei die Autobahn nur zu 78% ausgelastet wäre. Die Fakten sprechen daher eine klare Sprache für die Notwendigkeit des Ausbaus der A9.



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