Mehr denn je stehen wir alle vor großen Herausforderungen. Innerlich wie äußerlich ist in den letzten Jahren vieles ins Wanken geraten. Es fällt nicht leicht, neben all den dramatischen Vorkommnissen auf dieser Welt noch Positives zu sehen. Viele fragen sich besorgt: Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Wie verändert sich die politische Landschaft?
Die Bundes-ÖVP hat mit ihrem Prozess „Evolution Volkspartei“ eine mögliche Antwort auf die Frage, wie es mit unserer Volkspartei weitergeht. Es geht darum, uns gemeinsam den großen Herausforderungen, vor denen die Politik in der Steiermark steht, zu stellen und neue Wege für uns alle zu eröffnen.
Die Mobilität der Wählerinnen und Wähler ist so groß wie nie zuvor. Politisches Engagement findet nicht mehr nur in politischen Parteien statt, sondern oftmals nur für eine bestimmte Zeit, für eine bestimmte Person, oder für ein bestimmtes Thema. Jede politische Organisation, die Zukunft haben will, muss lernen, sich auf diese Entwicklungen einzustellen.
Persönlich lege ich große „Hoffnungen“ in diesen Evolutionsprozess. Mir geht es nicht in erster Linie um die Behandlung vordergründig wichtiger Fragen: Wer sind die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2015? Sind es die Amtierenden oder gibt es Überraschungskandidaten? Wird die FPÖ erster und sind wir dann Dritte? Oder ist alles doch ganz anders? Zu viel ist dazu schon gesagt, geschrieben und spekuliert worden. Vielmehr erwarte ich mir von allen Beteiligten einen neuen Blick in eine gemeinsame Richtung. Der größte Schatz unserer Partei sind die vielen Mitglieder, Funktionärinnen und Funktionäre aus allen Teilen der Gesellschaft. Das muss und sollte auch so bleiben.
Ich wünsche mir ein neues Miteinander, in dem nicht der Unterschied zwischen Bünde-Zugehörigkeit, Frauen und Männern, Haupt- oder Ehrenamtlichkeit zählt. Ich erwarte mir keine Unterscheidung von Angepassten, linientreuen und kritischen Menschen auf diesem Weg, sondern ein Zusammenhalten um der Menschen willen, die uns durch ihre Stimme ihr Vertrauen geschenkt haben. Gute Politikerinnen und Politiker zeichnet Gestaltungswille und die Fähigkeit zu einer kritischen Selbstreflexion und Analyse aus. Leider herrschen Interessenvertretung und das Spiel mit den Ängsten vor. Ich hoffe, öfter auf Menschen zu treffen, die zu mir sagen: „ Unser aktuelles Programm enthält viel Gutes und Richtiges, aber es mittlerweile 20 Jahre alt. Daher ist es NOT-wendig sich Gedanken zu machen, wie wir künftig attraktiv für unsere Wählerinnen und Wähler sein können!“ Vor 20 Jahren lag Österreich noch am Rand der Europäischen Union, Handys waren ein Statussymbol und das Internet war breiten Teilen der Bevölkerung noch kaum ein Begriff. Alleine diese Tatsachen zeigen, wie NOT-wendig eine Weiterwicklung ist.
Nicht immer werden wir auf diesem Weg einer Meinung sein, aber der gemeinsame Blick in dieselbe Richtung darf nicht verloren gehen. Wir sind gefordert uns wieder verstärkt auf unsere christlich-soziale Wertebasis zu besinnen, auf der letztlich unser demokratisches Gemeinwesen beruht.
Es ist denkbar, erwünscht und NOT-wendig, dass wir alle miteinander wieder Eigenverantwortung übernehmen und weniger „auf die da oben“ schimpfen. Die Zukunft in Richtung „besser“ können wir nur selbst verändern. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Großartiges sich im ganzen Land tut. Abseits von Negativnachrichten über Budgetlöcher, Einsparungen und Steuerdebatten entwickeln sich Initiativen, die das Potenzial in sich tragen, Hoffnung zu vermitteln. Immer mehr Menschen erkennen, dass sie selbst etwas dazu tun können, sie vertrauen ihren Fähigkeiten und ihrer Selbstwirksamkeit. Ein positives, für jede Gemeinde umsetzbares Beispiel ist das „Zeit-Hilfs-Netz“. „Zeit schenken- Talente teilen“ ist die Maxime dieser ständig wachsenden Gemeinschaft. Beim Teilen geht es nicht um die Dinge an sich. Es geht vielmehr darum, mit der Welt in eine andere Beziehung zu treten. Weil dabei kein Geld fließt, muss mit anderen Währungen bezahlt bzw. getauscht werden: Zeit, Respekt, Wertschätzung, Kommunikation. Das verändert den Blick auf die Welt. Es geht nicht um deines oder meines, sondern um das Gemeinsame: Der Mensch und die Freude am Tun stehen im Mittelpunkt.
Eine Partei macht keine Politik – Menschen machen Politik. Es sind unsere Mitglieder, unsere unzähligen Funktionärinnen und Funktionäre, unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Mandatare auf allen Ebenen, die das Bild der Volkspartei prägen und die Ideen in Politik umwandeln, vertreten und durchsetzen. Es sind Sie liebe Leserinnen und Leser, mit ihrem Wirken vor Ort, die der Steirischen Volkspartei ein Gesicht geben. Dafür möchte ich im Sinne unserer Gemeinschaft DANKE sagen.
Man wählt Hoffnungen, nicht Bilanzen – und wie heißt es so treffend: Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Voll Hoffnung und Vertrauen auf einen guten Weg in die Zukunft des Steirerlandes



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