“Ich sehe das Bundesheer auch als Schmelztiegel aller gesellschaftlichen Schichten in unserem Land. Wo sonst kommen Menschen aus allen Bereichen und Ebenen quasi zufällig in einem Team zusammen? Aus diesem Grund war und bin ich für bin ich für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Ich Maße mir aber nicht an, über die militärischen Vor- und Nachteile eines Berufsheeres bzw. eines Milizheeres zu urteilen. Dies sollte den Militärexperten überlassen bleiben. Was mich bedenklich stimmt, ist die Diskussion um den Stellenwert des Bundesheers in Österreich.
Heuer jährt sich zum 100ter Mal der Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges. Das Resultat dieses Krieges waren mehr als 10 Millionen Tote und 20 Millionen Verwundete. Auch im Sommer 2014 scheint Krieg und Konflikt allgegenwärtig: Der Bürgerkrieg in Syrien, Unruhen in Libyen, Irak vor dem Abgrund, und der Konflikt in der Ukraine, um nur einige zu nennen.
In Österreich scheinen diese Krisen spurlos an der Bevölkerung und uns Politikerinnen und Politiker vorbeizugehen. Noch immer sind wir in dilettantischen Debatten um unser Bundesheer und unsere Sicherheitspolitik verwickelt. Es scheint wichtiger genügend Rekruten zum Sandsackschaufeln bei Katastropheneinsätzen zur Verfügung zu haben als vernünftig über Österreichs Sicherheitslage nachzudenken. Hier orte ich ein Versagen der Politik. Landesverteidigung heute umfasst viel mehr als nur Dienst mit der Waffe, Katastrophenhilfe oder Zivildienst, den die heutigen Krisen entspringen vor allem in Fanatismus und Entsolidarisierung.
Das Bundesheer hat exzellente Berufssoldaten, hochmotivierte Waffenträger in den wenigen Milizbataillonen und professionelle Ausbildner. Es verdient von der Politik ernst genommen zu werden. Eine moderne Sicherheitspolitik muss und kann nur parteiübergreifend gelöst werden.



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